Ihr Kreativlinge da draußen, aufgepasst: Der AABER AWARD geht in die dritte Runde und die Veranstalter trommeln zur großen Bewerbungsphase. Nachdem im letzten Jahr die spektakuläre Alte Polizeiwache von 100 Künstlern und Künstlerinnen in Szene gesetzt wurde, wird die Veranstaltung diesmal an einem noch geheimen Ort im Freien stattfinden.
Passend zum Außenareal heißt das Motto dabei Freiraum: 2013 soll die kritische Verhandlung des Konzepts ‘Raum’ im Mittelpunkt stehen. 7000qm, mobile Pavillions, Frachtcontainer und alles in zentraler Lage – das klingt ganz schön vielversprechend. Ein kleines Teaser-Video lässt schon etwas von der diesjährigen Zirkusästhetik erahnen:
Noch bis zum 2. Juni können Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Fotografie, Druckgrafik, Installation, Video, Performance, Medienkunst und Neue Medien eingereicht werden. Hier gehts direkt zur Online-Bewerbung. Dem/der GewinnerIn des Awards winken 1000 Euro und natürlich unendlicher Fame. Der AABER findet in der ersten Juliwoche statt.
Und so schön war’s letztes Jahr…
München, aufgepasst: die Macher des Schmiede Festivals in Hallein bei Salzburg haben eine weitere Ausgabe ihres überaus erfolgreichen Kreativfestivals bekannt gegeben. Du machst Musik, interessierst dich für Medienkunst oder bist anderweitig kreativ tätig? Dann solltest du hier mal einen genaueren Blick drauf werfen.

Über die Jahre hat sich die Schmiede so zu einem Dreh- und Angelpunkt österreichischer und süddeutscher Medienkunst entwickelt. Panama Plus, Der Greif oder Selbstversorgersound: nur ein Bruchteil der Projekte, dort verwurzelt sind oder gar ihren Ursprung haben. Zum Abschluss jeder Ausgabe gibt es entsprechend eine Werkschau, bei der alle Teilnehmer ihre Projekte präsentieren (Eindrücke hier, hier und hier). Dieser Teil ist dann auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Klingt interessant? Ganz genau. Die Anmeldung ist noch bis 31. Mai via http://schmiede.ca/application/ möglich. Also versucht euer Glück, es lohnt sich!
Obacht, ihr Künstler da draußen! Spannende News heute mal vom anderen Ende des Landes: Unsere Freunde von der frisch geschlüpften Hamburger Kunstmesse P/ART haben ihren offiziellen Call For Entries 2013 gestartet.
Das bedeutet: Internationale KünstlerInnen können sich ab jetzt und bis 31. Mai hier bewerben, um dann hoffentlich im September ihre Arbeiten in einer tollen Off-Location mitten in Hamburg auszustellen und zu verkaufen. Und das Ganze zum Glück mal ohne elitäres Tamtam: Der Fokus liegt auf junger bildender Kunst, nichts soll mehr als 1000€ kosten.
“Verschmelzung von Kunsthandel und Kunstdiskurs” versprechen die Organisatoren: Die P/ART scheint eine richtig interessante Sache zu werden und deshalb solltet ihr jetzt schleunigst dafür sorgen, dass München da auch am Start ist! Die hiesige junge Kunstszene hat ja schließlich nicht zuletzt beim AABER AWARD, bei Panama Plus oder diversen anderen Veranstaltungen ihr Potential bewiesen.

Und all ihr anderen, Kunstfreunde und/oder Hamburg-Lovers: Auf nordstarter könnt ihr das junge Projekt mit netten Worten oder barer Münze supporten und dafür Geschenke abstauben. Klick!
Da wir jedweilige Formen der Kreativität aus München supporten wollen, landet auch mal so etwas wie Sueco auf unserem Blog.
Das Männer selten etwas selber nähen ist kein abgedroschenes Klischee sondern schlichtweg eine Tatsache. Das sich dann auch noch drei Mitte zwanzig-jähriger dazu entschließen ein Unternehmen zu gründen, bei dem das selber Nähen im Mittelpunkt steht, erscheint einem dann erstmal etwas surreal.
Tatsächlich haben die drei Münchner jedoch eine kleine Marktlücke entdeckt, die sie mit Sueco stopfen wollen.
Ihr Zusatz hinter dem Firmennamen erklärt eigentlich schon alles. Es geht um das Individuelle, das selber Gemachte.
Die Idee kam Gabriel, als er seiner Freundin notgedrungen zum Geburtstag eine Ledertasche selber machen musste, da die Gewünschte leider unbezahlbar war.
Das Konzept ist simple. Man besucht ihre Homepage, sucht sich das gewünschte Produkt – entweder die große bzw. kleine Handtasche, eine Lap Top Tasche oder die Handyhülle – wählt das gewünschte Leder und die Farbe und bekommt das ganze Paket zum sofort loslegen nach Hause geliefert.
Enthalten sind div. Werkzeuge, Garn, ein beliebiger Verschluss, Schnittmuster und was man eben noch so zum selber basteln braucht. Wie man die Einzelteile schließlich zum Endprodukt zusammen fügt, wird detailliert in der mitgelieferten Anleitung beschrieben.
Laut der drei Jungs, die sich inzwischen ihre Werkstatt in Schwabing eingerichtet haben, ist es nicht viel schwerer als einen Knopf anzunähen. Gewagte Aussage, am besten einfach ausprobieren.
Mit Mut zur Nadel.
Mehr Infos, Bilder und Videos findet ihr auf Facebook oder eben auf ihrer Homepage. Und wer noch ein bisschen mehr über die Jungs erfahren will, checkt am besten das SZ-Interview.
Ein „kleines“ Stück Münchner Hip-Hop Zeitgeschichte ist vergangenen Donnerstag im M94,5 Studio in der Schwere-Reiter-Straße zu Ende gegangen! Nach 4 Jahren Sendezeit folgte annähernd die gesamte Rap-Prominenz unserer Stadt dem Ruf der Boombox-Macher und half dabei zum Abschied noch einmal einen denkwürdigen Szenenmeilenstein zu setzen!
Bei ein paar Kästen Bier wurde ganz entspannt gerappt, geshoutouted, aufgelegt, improvisiert, getrunken, busynesstalk betrieben und die Falschheit dieser oft zitierten „Hip-Hop ist tot“-Aussage unter Beweis gestellt. Doch bei all dem Spaß wurde den Beteiligten auch immer deutlicher und bewusster in welch große Fußstapfen die Nachfolger der Sendung in den nächsten Wochen und Monaten treten müssen!
Die Boombox Abschlusssendung als Stream
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Als wesentliche Erfahrung konnte ich auf jeden Fall mitnehmen, dass sich die Stimmung in der Szene von Neid und Gehate in den letzten Jahren wohl in eine gemeinschaftlichere, produktivere und entspanntere Richtung entwickelt hat. Offensichtlich hat auch Boombox einen großen Teil zu dieser Entwicklung beigetragen! Vielen Dank dafür an Kevin, Fränzn und Max und viel Erfolg für Eure weiteren Projekte!
P.S.: Grüße gehen raus an Elektrischer Garten, dort könnt ihr die restlichen Fotos des Abends (fotografiert von Sebastian Gabriel) bewundern!!
P.P.S.: Hier noch ein kleiner Musik-Tipp den mir Edgar Wasser hinter den Kulissen verraten hat: A Bright Cold Day von Dutch!
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Zum Start ins Wochende wollen wir euch heute die erste Ausgabe des Newturn Magazine vorstellen, eine kostenlose Studentenzeitschrift aus London, die in Aufmachung und Inhalt die Qualität vergleichbarer Formate bei weitem übersteigt. Gegründet wurde das Magazin von einem Münchner.
Zum Studium hat es David Vajda vor zwei Jahren nach London verschlagen. Die Liebe zur Gestaltung von Texten verinnerlichte der junge Mann schon zuvor in seiner Heimatstadt München, wie sich an seinen durchaus ambitionierten Projekten, wie etwa dem Poesielabel Perplex Poesie belegen lässt.
Nun ist er Chefredakteur seines selbst gegründeten Studentenblatts, dem er den Titel Newturn Magazine und eine ehrgeizige Auffassung von Journalismus verpasst hat. Sein Kredo lautet: Ausblick über typische studentenspezifische Themen. Politik, Wirtschaft und Kultur sollen in umspannenderer Form zur Geltung kommen und tiefgründig beleuchtet werden, Information und Analyse in einem aufklärerischen Wechselspiel fungieren.
Fünf Monate arbeiteten Vajda und sein Team an der ersten Ausgabe des Newturn Magazines, schrieben eigene Artikel, führten Interviews und klopften bei namhaften Blättern wie dem NewStatesman oder der Vogue für Gastbeiträge an. Darüber hinaus lässt man junge talentierte Journalisten aus London und anderen europäischen Großstädten zu Wort kommen.
Die harte Arbeit hat sich bezahlt gemacht. Die November- und Premierenausgabe des Newturn Magazine besticht durch inhaltsschwere Themenauswahl, wie einem ausführlichen Interview mit dem Cousin des syrischen Machthabers Assad, einer kritischen Bestandsaufnahme zur Lage in Somalia und einem fotografischen Blick in die Historie Afghanistans. Ich selbst durfte übrigens auch ein paar Zeilen zur ersten Ausgabe des Newturn beitragen und mich mit der Frage “Is HipHop dead?” auseinandersetzen.
Nicht zuletzt lohnt ein Blick in das Newturn Magazine aufgrund der frischen Aufmachung des Heftes. Freche Illustrationen mit hoher künstlerischer Komponente zieren die Artikel, dazu gesellen sich starke Fotografien mit enormem bildinterpretativem Symbolgehalt. Hierfür verantwortlich zeigt sich das Dreigespann um Louis Wedgwood (Bild-Editor), John McLoughlin (Illustrationen) und Virginia Wuttke (Grafikdesign). Wir ziehen den Hut!
Die nächste Newturn-Ausgabe darf man übrigens im Februar erwarten. Als Gastautor hat sich bereits ein großer Name angekündigt. Sein Name: Tony Blair.
Check www.newturn.org.uk und hier die erste kostenlos Ausgabe:
Mitglieder des ICAS-Festival-Netzwerks (International Cities of Advanced Sound) präsentieren zur diesjährigen Berlin Music Week das Berliner Festival CTM. 30 Organisationen und Festivals auf fünf Kontinenten haben sich dazu zusammengeschlossen, um mit gemeinsamen Projekten, Koproduktionen, Diskursen und gegenseitigem Support künstlerische Entwicklungen an den Schnittstellen von Musik, Kunst, Technologie und Gesellschaft zu fördern.
Vom 7. bis 10. September präsentieren Musik schaffende Künstler aus Europa, Nord- und Südamerika in der ICAS Suite an vier Tagen in den kleinen Räumlichkeiten Monarch, Festsaal Kreuzberg, West-Germany, der Palomabar und dem neuen Blumenbar Club um das Kottbusser Tor herum einen Ausschnitt ihrer Aktivitäten. Die ICAS Suite verspricht ein quergedachtes Zusammenkommen von Künstlern, Kollektiven und Netzwerken und deren elektrische Mischung aus Club, Avant-Pop, Experiment, Listening, Noise und Improvisation.
Das Programm der ICAS Suite zeichnet sich besonders dadurch aus, dass viele der auftretenden Künstler neben der Musik ihre Ansätze interdisziplinär in Performances, Konzerten oder audiovisuellen Installationen äußern. Bei vielen Auftritten verschwimmen die klassischen Grenzen medialer Audrucksform, was Potential hat, ein interessantes Panorama zeitgenössischer und experimenteller Musik zu werden.
Am letzten Tag der ICAS Suite hatte ich die Möglichkeit einen genaueren Einblick in die Sound-Installationen zu bekommen. Es präsentierten sich unter anderem Skanu Mezs – experimentelle Klänge von lettischen Musikern wie Mārtiņš Roķis und Edgars Rubenis, die einen mit unnachgiebigen Klängen die schmerzlichen Gedanken pulverisieren lassen.
Außerdem war der Klangkünstler Sohrab aus Teheran vor Ort, der im Jahre 2009 im Anschluss an die Proteste gegen die gefälschten Präsidentschaftswahlen im Iran inhaftiert wurde. Glücklicherweise konnte er zu einem Konzert in Berlin ausreisen und kämpft seitdem um die Anerkennung seines Asylantrags. Daneben waren zudem noch Gäste vom südamerikanischen Ableger des Mutek-Festivals auf der ICAS Suite am Start. Neue Produzenten, DJs und Bands wurden vorgestellt, darunter Fauna, Un Mono Azul und Los Refrescos.
Nach einigen Konzerten, Performances und musikalischen Installationen erscheint mir das ICAS Suite Festival noch nicht ganz das zu sein, was den Organisatoren vorschwebt. Zum einen ist das gut so. Die Organisation und die Zusammenstellung des Programms haben viel Potential. Zum anderen hat man trotz der guten Idee, beim betrachten der musikalischen Inszenierung mehr das Gefühl, durch die Orte und Stimmungen getragen zu werden, als durch die Idee eines präzisen Zusammentragen von künstlerischen Ideen und deren Leben in den Kunststücken. Der Besuch hat sich trotz alledem aber gelohnt und lässt auf einer Wiederholung der ICAS Suite im nächsten Spätsommer hoffen.
Check: www.ctm-festival.de














